LVR-Projekt: Der Biber kehrt zurück


Foto: Hans-Georg Wende

Haben Sie seine Spuren schon entdeckt? Bei einem Spaziergang an der Schwalm sind sie zu sehen: Abgenagte Baumstümpfe und Äste, wie sie nur Biber hinterlassen. Tiere aus einem Wiederansiedlungsprojekt Ende der 1980er Jahre wanderten über Rur und Maas in die Schwalm ein. Inzwischen ist die Schwalm durchgängig vom Biber besiedelt. Dort sind derzeit (Anfang 2020) mit den Nebengewässern etwa 18 Reviere besetzt. Seit einigen Jahren gibt es auch an den Krickenbecker Seen immer wieder Bibersichtungen. Im Einzugsgebiet der Nette gibt es derzeit mindestens sieben Reviere, im Bereich der Niers ebenfalls mindestens sieben Reviere. Das einst ausgestorbene Säugetier ist zurück im Kreis Viersen.

Biber in der Kulturlandschaft

Die Rückkehr der Biber in den Kreis Viersen kann jedoch auch Konflikte bergen, vor allem durch die Bautätigkeit der Tiere. Die Biberausbreitung im Kreis Viersen wurde und wird daher von der Biologischen Station begleitet. Schon 2013 traf die Biologische Station im Rahmen des Projekts "Der Biber kehrt zurück" einige Maßnahmen, um Akteure in der Region einzubinden. Dazu gehört auch die Ausbildung von ehrenamtlichen Biberberatern. Sie tragen bei Problemfällen zur Deeskalation bei. Um den Erfahrungsaustausch im Umgang mit dem Biber zu verbessern wurde eine Arbeitsgruppe Kreis Viersen eingerichtet, an der die Wasser- und Bodenverbände des Kreises und der angrenzenden Niederlande teilnehmen. Das zweijährige Projekt wurde vom »Landschaftsverband Rheinland finanziell gefördert.

Auf dem Internetportal „Biber im Kreis Viersen“ informiert die Biologische Station über die Lebensweise und das Vorkommen der Tiere. Gleichzeitig liefert die Internetplattform Informationen zur Ausbreitung und vieles mehr. Separat dazu erstellte die Biologische Station eine Biber-Website für Kinder und Jugendliche, um sie für dieses Thema zu sensibilisieren.

Schauen Sie doch mal auf die folgenden Websites:
»Biber im Kreis Viersen und »Biber für Kids


Foto: Hans-Georg Wende