Feuereinsatz im Brachter Wald


Heidebrennen im Brachter Wald
Foto: Peter KolshornHeidebrennen im Brachter Wald
Foto: Peter Kolshorn

Feuereinsatz im Brachter Wald

Am Donnerstag 16. März fand im Naturschutzgebiet Brachter Wald bei Brüggen ein groß angelegter Naturpflegeeinsatz durch Heidebrennen statt. Die Biologische Station Krickenbecker Seen und der Bundesforstbetrieb Rhein-Weser führten die Aktion gemeinsam auf den Flächen der NRW-Stiftung Naturschutz, Heimat- und Kulturpflege durch. Die Freiwilligen Feuerwehren von Brüggen und Wegberg begleiteten den Einsatz und halfen tatkräftig mit durch die Anlage von bewässerten Schutzstreifen, um das Feuer an der unkontrollierten Ausbreitung zu hindern.
Speziell ausgebildete Fachkräfte des Bundesforstamts führten die Brennarbeiten auf sechs Flächen im ganzen Brachter Wald durch. Revierförster Martin Wingertszahn: „Dabei kommt es darauf an, die Brennflächen so vorzubereiten, dass ein Übergreifen auf die Umgebung sicher ausgeschlossen wird. Wichtig ist auch das Arbeiten mit dem Wind, so dass ein schnelles, „kaltes“ Abbrennen erreicht wird und so die Bodenlebewesen vor der Hitze geschont werden.“




Gebrannte Heidefläche
Foto: Peter KolshornGebrannte Heidefläche
Foto: Peter Kolshorn

Für die richtige Flächenauswahl sorgte die Biologische Station, die damit die überalterte Heide verjüngen und gleichzeitig die starke Verbuschung der Heide zurückdrängen will. Sie hat bereits in früheren Jahren gute Erfahrungen mit dem Brennen von Heide gemacht. Gebietsbetreuer Peter Kolshorn betont: „Die jungen Kiefern, die jetzt noch als schwarze Gerippe in den abgebrannten Flächen stehen, werden absterben. Aber die Heide wird in wenigen Wochen wieder austreiben und begrünen und somit der Lebensraum vieler seltener Tiere und Pflanzen wieder hergestellt“.




Die Feuerwehr Wegberg half bei den Vorarbeiten
Foto: Peter KolshornDie Feuerwehr Wegberg half bei den Vorarbeiten
Foto: Peter Kolshorn

Der recht auffällige Feuereinsatz wurde vorab mit den zuständigen Behörden und der Kreisleitstelle der Feuerwehr abgestimmt. Das war auch gut so, denn es meldeten sich zahlreiche aufmerksame Bürger bei der Feuerwehr, um die Brände zu melden. Der Leiter der Brüggener Wehr, Marcel van Montfort zog als Fazit: „Für uns war es eine ganz neue Erfahrung, Heide- und Buschflächen gezielt und kontrolliert abbrennen zu lassen, statt zu löschen.“



Archiv


Im Oktober 2018 wurde es unruhig im Kaldenkirchener Grenzwald. Motorsägen und Bagger kamen zum Einsatz. Diplom-Biologe Norbert Neikes erläutert im Interview die Gründe für die Maßnahmen und die positiven Auswirkungen auf das Naturschutzgebiet Heidemoore.